„Kelten und Römer am nördlichen Bodensee“ von und mit Prof. Dr. Gunter Schöbel

Spuren von Siedlungen, Hortfunden oder Gräbern als archäologische Zeugnisse der Urgeschichte nach dem Ende der Pfahlbauten im 9. Jahrhundert v. Chr. sind am Nordufer des Bodensees, von Bodman bis Lindau und im anschließenden „Hinterland“ bislang selten. In den maßgebenden Arbeiten zur Kelten- und Römerzeit Baden-Württembergs und Bayern bleiben die Flächen auf den Verbreitungskarten weitgehend leer.
Die archäologische Forschung erklärte dies oft mit einer offensichtlich geringen Attraktivität des Gebietes zwischen Überlinger See und Donau für die prähistorische landwirtschaftliche Nutzung. Klimatische Gründe, eine Wildnis, die schroffe Topographie und eine schwierige Zugänglichkeit fernab der maßgebenden Verkehrsachsen wurden erläuternd herangezogen. Nicht zuletzt stützten dies auch die frühen römischen Berichte zum Raum. Das Gebiet erschien in der Wissenschaft – wie der Schwarzwald, Oberschwaben oder das Allgäu im randlichen Baden, Württemberg oder Bayern – lange als prähistorischer „Ungunst- oder Durchgangsraum“ von geringer Bedeutung.
Dass dem nicht so ist, erklärt uns Prof. Gunter Schöbel in seinem Vortrag mit dem Titel „Kelten und Römer am nördlichen Bodensee“.
„Uns fehlt 1000 Jahre Geschichte zwischen dem Ende der Pfahlbauten um 800 v. Chr. bis zu den ersten sicheren Römernachweisen am Nordufer des Bodensees“
Der Eintritt ist frei, Spenden für den FvM sind willkommen!

